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Überragender Stefan oder auf Stefan ist Verlass — 1 Kommentar

  1. Rainers Bericht möchte ich zum Anlass für diesen vielleicht etwas anderen Kommentar nehmen. Nicht nur mir ist in den zurückliegenden Monaten und Jahren aufgefallen, dass der Ton in den Berliner Tischtennishallen im Umgang miteinander deutlich rauer geworden ist. Offensichtlich haben immer mehr SportlerInnen, insbesondere bei Wettkämpfen aller Art, Probleme damit, vorurteilsfrei die Leistung der/des Gegenübers anzuerkennen. „Der kann doch überhaupt nicht spielen“, „der hat doch nur Glück“ oder schon schärfer „wie kann ich gegen solch alten Sa… verlieren“ zeugen aus meiner Sicht nicht von sportlicher Fairness und sind zudem häufig Ausgangspunkt zu verbalen Streitereien bis hin zu Beleidigungen und mehr – immer auch etwas abhängig von der Reaktion der/des Betroffenen oder Dritter. Und dabei kennt man sich oft langjährig, hat schon mehrfach gegen- oder sogar miteinander am Tisch gestanden und um Punkte gekämpft. Vergessen ist dann wohl, dass es sich um einen faszinierenden Sport handelt, den die übergroße Mehrheit als Hobby und Freizeitausgleich betreibt und dabei eigentlich Freude und Geselligkeit sucht. Denn diese Tendenzen betreffen fast ausschließlich die sogenannten „unteren“ Ligen und Klassen.
    In meiner zwischenzeitlich mehrjährigen Schiedsrichtertätigkeit von Oberliga bis Champions League ist mir soetwas noch nicht begegnet. Damit ich nicht falsch verstanden werde: auch dort sind Emotionen angesagt – gut so! Auch dort wird sich geärgert – emotional nachvollziehbar! Auch dort wird mal der Schläger auf den Tisch geschmissen, gegen Tisch oder Umrandung getreten – und als Regelwidrigkeit durch den Schiedsrichter geahndet! Aber die SpielerInnen untereinander achten sich und gehen fair miteinander um.
    In einer anderen – mehr im Medieninteresse stehenden – Sportart sind Unsportlichkeiten, Übergriffe und körperliche Auseiandersetzungen schon längst ein vieldiskutiertes Thema. Wir müssen uns diese Entwicklung nicht zum Vorbild nehmen und bereits den Anfängen entgegen treten. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Leser und Tischtennisfreunde in ihrem Bereich mit anpacken, den guten Ruf unserer attraktiven und abwechslungsreichen Sportart zu bewahren.

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